Bajaj Mobility sieht Belebung der Geschäfte in 2026
Mattighofen – Der kriselnde Zweiradhersteller Bajaj Mobility (vormals Pierer Mobility) hat in den ersten Monaten des laufenden Jahres wieder deutlich mehr Motorräder verkauft. Die provisorischen Geschäftszahlen 2025 wurden derweil bestätigt.
Nach einem durch Sanierungsmassnahmen geprägten Vorjahr sieht Bajaj im neuen Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung. «Bereits Stand heute konnten wir mehr als doppelt so viele Motorräder verkaufen als im ersten Quartal des Vorjahres», lässt sich Bajaj-Chef Gottfried Neumeister in einer Mitteilung vom Donnerstag zitieren. Fortschritte habe es auch beim Abbau der Lagerbestände gegeben. Die Belebung der Geschäfte habe dabei schon in der zweiten Jahreshälfte 2025 eingesetzt.
Der Schwerpunkt für das laufende Geschäftsjahr soll unverändert auf der Verbesserung der Profitabilität liegen, heisst es weiter. Neben Effizienzsteigerungen, der Straffung von Strukturen, einer fokussierten Steuerung des Produkt- und Projektportfolios soll auch die internationale Produktions- und Vertriebsorganisation gestärkt werden.
Zudem sei sich das Management der geopolitischen Herausforderungen und möglichen negativen Auswirkungen bewusst. Entsprechende Gegenmassnahmen würden evaluiert, heisst es weiter.
Zahlen bestätigt
Bereits Ende Januar hatte das Unternehmen seine vorläufigen Zahlen publiziert. Diese wurden nun bestätigt. Demnach brach der Umsatz 2025 um fast 50 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro ein. Hauptgrund war, dass wegen der Firmensanierung in der ersten Jahreshälfte kaum KTM-Motorräder produziert werden konnten, heisst es erklärend.
Dagegen legte der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) im Jahresvergleich auf 874 Millionen Euro zu, nach einem Verlust von 481 Millionen im Vorjahreszeitraum. Positiv wirkte sich vor allem der Sanierungsgewinn von rund 1,2 Milliarden Euro aus, nachdem ein Grossteil der Gläubiger auf seine Forderungen verzichtet hatte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 590 Millionen Euro, nach einem Verlust von 1080 Millionen im Jahr zuvor.
Fortschritte gab es auch bei der Entschuldung. Die Nettoverschuldung konnte auf 798 Millionen Euro reduziert werden. Per Ende Jahr sank der Lagerbestand zudem von knapp 250’000 auf rund 147’000 Fahrzeuge. (awp/mc/ps)