Baumarktkette Kingfisher schwächelt auf Heimatmarkt

Ian Cheshire

Kingfisher-CEO Ian Cheshire.

London – Europas grösster Baumarktkonzern Kingfisher kämpft mit einem schwachen Grossbritannien-Geschäft und hat deshalb seinen Umsatz im zweiten Quartal nur geringfügig steigern können. Konzernweit seien die Erlöse in den zurückliegenden elf Wochen um ein Prozent gestiegen, teilte das britische Unternehmen mit. Auf gleicher Fläche wurde hingegen ein Rückgang von 0,5 Prozent verbucht.

Wachsen konnte Kingfisher allein im Ausland. Auf dem Heimatmarkt gingen die Erlöse auf gleicher Fläche um 5,5 Prozent zurück. Analysten hatten mit einer weniger schwachen Entwicklung gerechnet.

«Situation in Grossbritannien nach wie vor sehr herausfordernd»
«Wie erwartet, war das zweite Quartal für uns schwieriger als das erste», sagte Vorstandschef Ian Cheshire. Die Marktsituation in Grossbritannien sei nach wie vor sehr herausfordernd. Verschärft habe sich die Lage durch die Pleite eines Wettbewerbers und dessen damit verbundenen Lagerräumungsverkäufe. Inzwischen seien diese aber grösstenteils abgeschlossen. Anfang Mai hatte der Kingfisher-Konkurrent Focus DIY Insolvenz anmelden müssen, der in Grossbritannien 178 Märkte betreibt. Etwa 30 der Filialen will Kingfisher übernehmen.

Kingfisher ist die Nummer Eins in Europa und betreibt knapp 900 Märkte. Der Konzern besitzt auch eine 21 Prozent-Beteiligung an der deutschen Kette Hornbach. (awp/mc/ps)

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