Bayer hält an Konzern-Prognosen fest

Marijn Dekkers

Leverkusen – Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat nach einem robusten ersten Halbjahr seine Konzernprognosen bestätigt. «Es bleibt abzuwarten, inwieweit die unerwartet schwache Entwicklung bei MaterialScience durch die bessere Performance der Life-Science-Bereiche kompensiert werden kann», schränkte Konzernchef Marijn Dekkers am Mittwoch aber ein. Insofern erscheine der Ausblick «zunehmend abitioniert».

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sonderposten dürfte 2013 im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um vier bis fünf Prozent auf etwa 40 bis 41 Milliarden Euro klettern. Hier hatte Bayer bisher 41 Milliarden Euro veranschlagt. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird ein Plus im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Starkes Agro-Geschäft
Getrieben von einem erneut starken Agro-Geschäft legte der Umsatz im zweiten Quartal um 1,9 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Zuwächse gab es sowohl bei Pflanzenschutzmitteln und Saatgut als auch im Gesundheitsgeschäft, während das Kunststoffgeschäft einen leichten Rückgang verzeichnete. Das EBITDA vor Sonderposten legte im Konzern um 1,2 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro zu. Der Gewinn erhöhte sich rein optisch sprunghaft um drei Viertel auf 841 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatten Sonderlasten den Konzern allerdings stark belastet. Analysten hatten bei allen Kennzahlen Werte in ähnlichen Grössenordnungen erwartet. (awp/mc/ps)

 

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