Bierbrauer Heineken setzt auf Durst in Schwellenländern

Jean-François van Boxmeer
Heineken-CEO Jean-François van Boxmeer.

Heineken-CEO Jean-François van Boxmeer.

Amsterdam – Der weltweit drittgrösste Bierbrauer Heineken verdankt seine besseren Geschäfte weiter vor allem dem Bierdurst in Schwellenländern. Im ersten Halbjahr legte der Umsatz ohne Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseinflüsse um 2 Prozent zu, wenn alle Anteile an Gemeinschaftsunternehmen mit einbezogen werden. Der Grossteil des Zuwachses kam durch Preiserhöhungen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor allem in der Region Asien und Pazifik und auf dem amerikanischen Kontinent verkaufte Heineken mehr Bier. In Europa wurde das Unternehmen aber weiter weniger los.

Der ausgewiesene Konzernumsatz der ersten sechs Monate stieg dank des günstigen Euro stärker um 6,7 Prozent auf 9,90 Milliarden Euro. Das um Sonderposten und Firmenwertabschreibungen bereinigte operative Ergebnis kletterte um 6,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro und fiel damit etwas höher aus als von Experten geschätzt. Unter dem Strich zog der Gewinn um gut vier Fünftel auf 1,14 Milliarden Euro an – auch dank Sondererträgen aus dem Verkauf einer Verpackungsfirma.

Vorstandschef Jean-François van Boxmeer rechnet auch weiter mit guten Geschäften in den Schwellenländern. Das wirtschaftliche Umfeld und die Preisentwicklung in einigen Schlüsselmärkten bleibe hingegen schwierig, sagte er. Mit Investitionen in Wachstumsmärkte bleibt das Management aber zuversichtlich, den Umsatz je Hektoliter Bier auch im zweiten Halbjahr zu steigern. (awp/mc/ps)

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