Bierproduzent Carlsberg zieht nach Ziegelbrücke

Jørgen Buhl Rasmussen

Jørgen Buhl Rasmussen, CEO Carlsberg

Ziegelbrücke  – Der Bier- und Getränkehersteller Carlsberg zieht ins glarnerische Ziegelbrücke. Entstehen wird eine Koordinations-Zentrale für die internationale Carlsberg Gruppe. Geplant sind 150 bis 200 Arbeitsstellen.

Die in Gründung befindliche Carlsberg Supply Company wird von Ziegelbrücke aus für den Mutterkonzern weltweit den Einkauf der Rohstoffe, die Produktions- und die Logistikprozesse koordinieren und steuern, wie Finanzchef Thomas Metzger am Freitag zur Nachrichtenagentur sda sagte. Die für den Rohstoff-Einkauf zuständige Carlsberg Group Procurement aus Rheinfelden AG wird in das neue Unternehmen im Glarnerland integriert. 50 Arbeitsplätze werden verlagert. Die betroffenen Angestellten werden laut Metzger in Ziegelbrücke weiterbeschäftigt, sofern sie es wünschen.

Bekenntnis zum Standort Schweiz
Die Firmengründung ist laut dem Finanzchef ein Bekenntnis zum Standort Schweiz. Mit der zentralen Lage mitten in Europa und der angebotenen Lebensqualität sei das Land attraktiv für Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern. Für Ziegelbrücke habe man sich entschieden, weil der Standort die Anforderungen erfüllt, um Einkauf, Produktion und Logistik unter einem Dach zusammenzuführen, sagte Metzger.

Für ausländische Mitarbeiter zähle zudem die Nähe zum Grossraum Zürich. Sie fänden dort nicht zuletzt internationale Schulen für ihre Kinder. Ausserdem habe Ziegelbrücke eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr mit direkten Zugverbindungen in die Stadt Zürich und zum Flughafen. Das neue Unternehmen bezieht zwei Gebäude einer ehemaligen Spinnerei im Technologie- und Gründerzentrum auf dem Jenny-Areal. Die ersten Angestellten werden ihre Arbeit im November aufnehmen. Volloperativ soll die Carlsberg Supply Company Mitte 2013 sein.

Kanton Glarus erfreut
Der Kanton Glarus zeigt sich über die Neuansiedlung erfreut. Die kantonale Volkswirtschaft werde breiter abgestützt und gestärkt, heisst es in einer Mitteilung. «Von der Ansiedlung eines internationalen Unternehmens in dieser Grössenordnung erhoffen wir uns eine positive Signalwirkung für den Wirtschafts- und Lebensraum Glarus», wird Volkswirtschaftsdirektorin Marianne Dürst zitiert. (awp/mc/cs)

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