Chevron und Exxon Mobil kappen Investitionen wegen Preisverfall

Chevron und Exxon Mobil kappen Investitionen wegen Preisverfall
Chevron-Konzernchef Mike Wirth. (Foto: Chevron)

San Ramon – Der US-Ölkonzern Chevron streicht im Zuge der Corona-Krise und fallender Rohölpreise die Investitionen erneut zusammen. Statt 16 Milliarden Dollar will Chevron in diesem Jahr nur noch 14 Milliarden Dollar in sein Geschäft investieren, wie das Unternehmen am Freitag im kalifornischen San Ramon mitteilte. Bereits Ende März hatte der Konzern Kürzungen in Milliardenhöhe vorgenommen.

Im ersten Quartal machte sich der deutliche Rückgang der Ölpreise bemerkbar. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 13 Prozent auf 29,7 Milliarden Dollar. Beim Gewinn profitierte der Konzern unterdessen vom Verkauf von Unternehmensteilen und steuerlichen Sondereffekten. Der Gewinn legte um mehr als ein Drittel auf 3,6 Milliarden US-Dollar zu.

Chevron hatte Ende März schon die Förderung und die Investitionen gekappt sowie den Rückkauf eigener Aktien gestoppt. Der Konzern leidet unter gesunkenen Öl- und Gaspreisen.

Ölpreisabsturz reisst Exxon Mobil in die roten Zahlen
Chevron-Konkurrent Exxon Mobil geriet im ersten Quartal in die roten Zahlen. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 610 Millionen Dollar an. Der Ölpreisverfall – der sich wegen der Rezessionsrisiken aufgrund der Corona-Krise noch stark beschleunigt hat – bringt auch Exxon schwer in Bedrängnis. Abschreibungen von 2,9 Milliarden Dollar verhagelten die Quartalsbilanz. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar gegeben.

Die Erlöse gingen um zwölf Prozent auf 56,2 Milliarden Dollar zurück, obwohl die Ölproduktion sogar um zwei Prozent auf 4,0 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag erhöht wurde. Angesichts des schwierigen Marktumfelds will auch Exxon die Ausgaben und Investitionen nun drastisch senken. (awp/mc/pg)

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