China kündigt Massnahmen gegen wirtschaftliche Abschwächung an

Wen Jiabao

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao.

Peking – Chinas Staatsrat will mit wirtschaftspolitischen Korrekturen die Binnennachfrage ankurbeln und den Rückgang des Wirtschaftswachstums abschwächen. Das kündigte das von Premierminister Wen Jiabao geleitete Staatsorgan am Mittwoch in Peking an. Chinas Wirtschaftswachstum hatte sich im ersten Quartal 2012 auf 8,1 Prozent abgeschwächt – der geringste Zuwachs seit drei Jahren. Das Kabinett habe sich auf «präventive politische Massnahmen und stärkere volkswirtschaftliche Feinsteuerung» geeinigt, erklärte der Staatsrat.

Dabei will die Regierung nach Informationen der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua private Investitionen fördern, vor allem in den staatlichen Wirtschaftssektoren Energie und Öl. Andere staatliche Medien erklärten, die Regierung könnte bald einen neues Rahmenprogramm zur Verbesserung der Einkommensverteilung verabschieden. «Das Rahmenprogramm kommt zu einer Zeit, in der die vermögendsten zehn Prozent der Bevölkerung 23 Mal mehr verdienen als die ärmsten zehn Prozent», schreibt die Zeitung «China Daily». 1988 war der Unterschied nur sieben Mal so gross.

Prognose von 8,2 % Wirtschaftswachstum in diesem Jahr
Die Weltbank sagt China in ihrer jüngsten Prognose in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 8,2 Prozent voraus, zuvor hatte sie noch 8,4 Prozent erwartet. China hat sich für 2012 ein Minimalziel von 7,5 Prozent gesetzt. (awp/mc/pg)

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