Chinas Wirtschaft durchläuft Schwächephase

China

Geht dem chinesischen Drachen die Puste aus?

Peking – Die chinesische Wirtschaft hat zum Jahresbeginn offenbar einen Schwächeanfall erlitten. So sind im Januar zahlreiche Konjunkturindikatoren zurückgefallen. Am Freitag gab die Grossbank HSBC bekannt, dass der von ihr erhobene Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen um 0,2 Punkte auf 50,7 Zähler gefallen sei. Die Kennzahl, die auf einer Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern fusst, liegt nur noch leicht über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum von Schrumpfung trennt.

HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin, nannte unter anderem das jüngste Vorgehen der Regierung gegen Verschwendung und Luxusleben ranghoher Parteimitglieder als Grund für das schwächere Wachstum. Bereits in den vergangenen Wochen hatten mehrere konjunkturelle Indikatoren negativ überrascht. Neben dem HSBC-Einkaufsmanagerindex für die Industrie waren auch die beiden Kennzahlen des Handelsverbands CFLP gefallen.

Umfragewerte möglicherweise verzerrt
Bankvolkswirte hatten die Entwicklung als Hinweis auf eine wirtschaftliche Schwächephase interpretiert. Allerdings ist nicht auszuschliessen, dass die Umfrageergebnisse durch die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest verzerrt sind. (awp/mc/ps)

 

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