Comcast nicht länger an Murdochs Fox-Konzern interessiert

Brian Roberts
Brian Roberts, Chairman & CEO Comcast Corporation. (Foto: Comcast)

New York – Der US-Kabelriese Comcast zieht sich aus den Verhandlungen um Teile des Unterhaltungskonzerns 21st Century Fox zurück. Man beschäftige sich nicht länger mit der Prüfung eines Zukaufs, teilte Comcast am Montag (Ortszeit) mit. „Wir haben nie den Level an Engagement erreicht, der nötig wäre, um ein definitives Angebot zu unterbreiten“, hiess es in einem Statement.

Laut übereinstimmenden US-Medienberichten befindet sich der Fox-Konzern aus Rupert Murdochs Medien-Imperium aber weiter in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem grossen Rivalen Disney. Es geht demnach vor allem um den Verkauf etlicher Fernsehsender sowie des traditionsreichen Hollywood-Studios 20th Century Fox und einem rund 30-prozentigen Anteil an der Streaming-Plattform Hulu.

James Murdoch als Nachfolger von Bob Iger?
Bei einem solchen Deal könnte auch Fox-Vorstandschef James Murdoch, der Sohn von Medien-Mogul Rupert, ins Disney-Management wechseln, sagte ein Insider dem Finanzdienst Bloomberg. Damit würde er auf längere Sicht möglicherweise sogar zu einem potenziellen Nachfolger von Disney-Boss Bob Iger. Laut Bloomberg und „Wall Street Journal“ könnten die Konzerne noch diese Woche eine Einigung verkünden. (awp/mc/ps)

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