ConocoPhillips verdient im Auftaktquartal mehr

James Mulva

James Mulva, CEO ConocoPhillips.

Houston – Der US-Ölkonzern ConocoPhillips hat im ersten Quartal wegen gestiegener Ölpreise und dem Verkauf von Unternehmensteilen deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Unter dem Strich sei der Gewinn von 2,1 auf 3 Milliarden Dollar geklettert, teilte der Konzern, der in Deutschland die Jet-Tankstellen betreibt, am Mittwoch mit.

Dabei profitierte ConocoPhillips auch von steigenden Margen in der Raffinerie. Die Produktion ging allerdings im Vergleich zum Vorjahr zurück. Bereinigt um Sondereffekte wies ConocoPhillips einen Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar oder 1,82 Dollar je Aktie aus. Analysten hatten im Schnitt aber mit 1,97 Dollar gerechnet.

Lukoil-Beteiligung abgestossen
Der Konzern will bis Ende 2012 durch Verkäufe bis zu 17 Milliarden Dollar einnehmen. Teil des Programms ist die Trennung von der milliardenschweren Beteiligung am russischen Ölkonzern Lukoil, die im ersten Quartal abgeschlossen wurde. Mit dem Geld wollen sich die Texaner finanziellen Spielraum für den Ausbau neuer Geschäftsfelder schaffen – etwa Flüsssigerdgasprojekte (LNG) und die Förderung von Ölsand in Kanada. Ausserdem will ConocoPhillips einen Teil der Mittel für Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen nutzen. Im ersten Quartal ergab sich durch die Verkäufe ein Sondergewinn in Höhe von knapp 400 Millionen Dollar. Die Aktionäre sollen eine um 20 Prozent höhere Quartalsdividende erhalten. (awp/mc/ps)

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