Deloitte: Weltweit erfolgreichste Fussballclubs erzielen knapp 8 Mrd Euro Umsatz

Deloitte: Weltweit erfolgreichste Fussballclubs erzielen knapp 8 Mrd Euro Umsatz
Neuzugang beim umsatzstärksten Fussballclub der Welt: Alexis Sanchez neu bei Manchester United. (Foto: manutd.com)

Zürich – Laut der 21. Ausgabe der Football Money League des Beratungsunternehmens Deloitte erzielten die 20 umsatzstärksten Fussballclubs der Welt in der Saison 2016/17 zusammengenommen Umsätze in Höhe von 7,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 6% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Manchester United, Real Madrid und FC Barcelona nehmen die ersten drei Ränge der Money League ein. Um sich einen Platz unter den Top 20 zu sichern, braucht man nunmehr einen Umsatz von fast 200 Millionen Euro, das ist nahezu doppelt so viel wie in der Ausgabe des Jahres 2010. Einnahmen aus Übertragungsrechten sind mit 45% des Gesamtumsatzes inzwischen erwartungsgemäss der grösste Einzelposten beim Umsatz der Clubs der Money League.

Dan Jones, Partner in der Sports Business Group bei Deloitte, erläutert: „Dem europäischen Fussball geht es in finanzieller Hinsicht weiter blendend. Die 20 Topclubs der Money League erzielten ein Umsatzwachstum von fast einer halben Milliarde Euro. Und ganz oben erlebten wir ein noch nie dagewesenes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz, bei dem Manchester United seinen Titel als umsatzstärkster Fussballclub der Welt knapp vor Real Madrid behauptete. United erzielte in der Saison 2016/17 einen Umsatz von 676 Millionen Euro.“

„Dass United den ersten Platz behaupten konnte, ist vor dem Hintergrund des schwachen Pfunds gegenüber dem Euro umso beeindruckender. Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass der Kampf an der Spitze nächstes Jahr auf dem Feld ausgetragen wird, da Real Madrid und der FC Barcelona für die Saison 2017/18 mit weiterem Umsatzwachstum rechnen. Alle drei Clubs stehen im Achtelfinale der UEFA Champions League und der Club, der in dem Wettbewerb am weitesten kommt, wird schlicht und einfach die besten Chancen haben, im kommenden Jahr die Money League anzuführen.“
Deloitte Football Money League 2018

Premier League behält ihre dominierende Stellung
Unter den Top 20 sind in diesem Jahr alleine zehn Teams aus der englischen Premier League. Alle Clubs der Premier League profitierten von besseren Vereinbarungen hinsichtlich der Übertragungsrechte. Gleichzeitig ist der Erfolg in den UEFA Wettbewerben für das Ranking der Top 20 gegenüber der blossen Teilnahme ausschlaggebender als je zuvor.

Tim Bridge, Senior Manager in der Sports Business Group bei Deloitte, erläutert: „Die Deloitte Football Money League wird in diesem Jahr vor allem von England dominiert. Das ist nicht überraschend, denn die Clubs unter den Top 20 erzielten nach der neuen Vereinbarung hinsichtlich der Übertragungsrechte und dem Abschneiden bei den Wettbewerben der UEFA ein Umsatzwachstum von mehr als einer halben Milliarde Pfund. Die Premier League steckt zurzeit mitten in der Rechteausschreibung für den nächsten Zyklus ab der Saison 2019/20. Die Ergebnisse werden sich entscheidend auf die langfristige Zusammensetzung der Money League auswirken.“

Andere europäische Länder
Bayern München auf Platz vier vervollständigt die Liste der fünf Topclubs. Paris Saint-Germain rutscht zum zweiten Mal in Folge ab, dieses Jahr auf Platz sieben. PSG ist zwar erneut der einzige französische Club der Money League, aber Olympique Lyonnais lebt wieder auf: Nach Umsatzzuwächsen durch den Umzug in ein neues Stadion und einer erfolgreichen Teilnahme an der Europa League bis in den Halbfinal verpasst der Club nur knapp die Top 20. Die AC Milan ist erstmals nicht mit dabei, aber der Stadtrivale Inter Mailand rückt vier Plätze vor auf Platz 15, nachdem er seine kommerziellen Einnahmen im Anschluss an die Übernahme durch das chinesische Unternehmen Suning erheblich steigern konnte. (Deloitte/mc/ps)

Deloitte Football Money League

Deloitte Football Money League – Top 20 Clubs Saison 2016/17 nach Umsatz:

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