DE: Konjunkturerwartungen sinken stärker als erwartet

Wolfgang Franz

ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Mannheim – Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Mai zum dritten Mal in Folge eingetrübt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 4,5 Punkte auf 3,1 Zähler gefallen, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einer etwas geringeren Eintrübung auf 3,8 Punkte gerechnet. Den erneuten Rückgang der Konjunkturerwartungen begründete das ZEW mit der bereits sehr guten Ausgangslage in Deutschland: Nach dem starken Wachstum im ersten Quartal sei eine Steigerung der Konjunkturdynamik wohl unwahrscheinlich. Zudem dürften durchwachsene Konjunktursignale aus den USA und ein schwächerer Ausblick für China die Erwartungen der befragten Experten gedämpft haben.

Dynamik dürfte sich nicht ungebremst fortsetzen
«Deutschland hat die Folgen des Wirtschaftseinbruchs unerwartet schnell wettgemacht», sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Diese Dynamik werde sich aber nicht ungebremst fortsetzen. «Auch sollten mögliche Risiken nicht kleingeschrieben werden, wie zum Beispiel die Schuldenkrise im Euroraum sowie weltwirtschaftliche Ungleichgewichte.» Für den Euroraum ergibt sich ein ähnliches Bild wie für Deutschland. So gaben die Konjunkturerwartungen um 6,1 Punkte auf 13,6 Zähler nach. Die Lageeinschätzung stieg hingegen um 8,0 Punkte auf ebenfalls 13,6 Punkte. (awp/mc/upd/ps)

ZEW

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