Deutschlands früherer Aussenminister Hans-Dietrich Genscher ist tot

Hans-Dietrich Genscher

Hans-Dietrich Genscher (1927 – 2016).

Bonn – Der langjährige Aussenminister und FDP-Chef Hans-Dietrich Genscher ist tot. Nach Angaben seines Büros in Bonn starb der ehemalige FDP-Chef im Alter von 89 Jahren an Herzversagen. Genscher gehörte zu den prägenden Politikern Deutschlands.

Hans-Dietrich Genscher wurde am 21. März 1927 in Reideburg im Saalkreis geboren. Von 1965 bis 1998 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Zwischen 1974 bis 1992 war er 18 Jahre lang Aussenminister und massgeblich an den Verhandlungen zur Wiedervereinigung beteiligt. Genscher gilt neben Helmut Kohl als Architekt der deutschen Einheit.

Der Mann mit dem gelben Pullover
Von 1974 bis 1985 war Genscher Vorsitzender der FDP. In Deutschland gehörte er zu den beliebtesten Spitzenpolitikern und zu den prägenden Persönlichkeiten der Liberalen. 1992 zog sich Genscher, dessen Markenzeichen stets ein gelber Pullover war, von seinen Ämtern zurück.

1992 hatte sich Genscher von seinen Ämtern zurückgezogen. Der Politiker, dessen Markenzeichen ein gelber Pullover war, musste immer wieder mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Als Ehrenvorsitzender seiner Partei meldete er sich jedoch auch weiterhin regelmässig zu aktuellen politischen Themen zu Wort.

Als den glücklichsten Tag seiner politischen Arbeit bezeichnete Genscher den 30. September 1989, als er DDR-Flüchtlingen in Prag die Botschaft überbrachte, dass ihre Ausreise bewilligt worden sei. (mc/ps)

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