Diageo enttäuscht im ersten Halbjahr

Paul Walsh
Paul Walsh, ehermaliger Diageo-CEO.

Paul Walsh, CEO Diageo.

London – Beim weltgrössten Getränkehersteller Diageo hat das schwierige Geschäft in den hochverschuldeten Ländern Griechenland, Irland und Spanien auf den Umsatz gedrückt. Im ersten Geschäftshalbjahr von Juli bis Dezember stieg der Umsatz im Jahresvergleich zwar insgesamt von 5,2 auf 5,32 Milliarden Pfund, wie der Hersteller von Smirnoff, Johnnie Walker und Guinness mitteilte.

In Griechenland, Irland und Spanien gingen die Erlöse allerdings deutlich zurück. Dies werde sich zu Beginn dieses Jahres auch nicht ändern. Am Vormittag sank der Aktienkurs um 3,27 Prozent auf 1.212 Pence.

Gewinn bleibt unter Erwartungen
Der Gewinn erhöhte sich um 9 Prozent auf 48,2 Pence je Aktie. Analysten hatten etwas mehr erwartet. «Trotz der konjunkturellen Schwäche grosser Teile Europas geben mir unsere Halbjahresergebnisse Zuversicht, dass wir unseren operativen Gewinn in diesem Geschäftsjahr steigern können», sagte Unternehmenschef Paul Walsh. Diageo stockt die Marketingausgaben auf, besonders in den Vereinigten Staaten und in Schwellenmärkten – davon verspricht sich das Unternehmen zusätzliche Absatzdynamik.

Jahresziele nicht angehoben
Das Europageschäft wird voraussichtlich weiterhin auf Diageo lasten. Daher heben die Briten die Jahresziele nicht an, obwohl die Geschäfte Lateinamerika, Afrika und Asien sehr gut laufen und sich im weltgrössten Getränkemarkt USA eine Erholung andeutet. Diageo peilt im laufenden Geschäftsjahr einen zweiprozentigen Anstieg des operativen Gewinns vor Sonderposten an. Rivale Pernod Ricard verspricht dagegen in diesem Jahr beim operativen Gewinn ein Plus von 6 Prozent. (awp/mc/ps)

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