Dow Chemical muss Milliarde wegen Preisabsprache zahlen

Andrew Liveris
Andrew Liveris, scheidender DowDupont-Chairman.

Dow-CEO Andrew Liveris.

Midland – Der US-Chemiekonzern Dow Chemical muss wegen Preisabsprachen in den USA eine Milliardensumme zahlen. Ein Gericht in Kansas City begründete die Strafe von 1,2 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen mit Preisabsprachen für die Chemikalie Urethan.

Dow Chemical will die Entscheidung anfechten. Bislang hat sich das nicht für den Konzern gelohnt: Die ursprüngliche Strafe der Jury betrug eigentlich 400 Millionen Dollar, der Richter wies den Einspruch von Dow dagegen zurück und verdreifachte die Summe.

Die Chemikalie Urethan wird für Schaumstoffe in der Auto-, Bau- und Möbelindustrie verwendet. Das Kartell war bereits 2005 entdeckt worden. Auch Bayer und BASF waren involviert. Die deutschen Konzerne hatten sich in aussergerichtlichen Verfahren auf deutlich geringere Zahlungen geeinigt. (awp/mc/ps)

 

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