DuPont rutscht in Verlustzone – Mega-Fusion mit Dow auf Kurs

Edward Breen
DuPont-CEO Edward Breen. (Foto: DuPont)

DuPont-CEO Edward Breen. (Foto: DuPont)

Wilmington – Der vor der Rekord-Fusion mit dem Konkurrenten Dow Chemical stehende US-Chemiekonzern DuPont ist im vierten Quartal wegen schwacher Agrochemie-Geschäfte und hohen Kosten für den Stellenabbau in die Verlustzone gerutscht. Wegen des starken US-Dollar sackte auch der Umsatz im Jahresvergleich um 9,4 Prozent auf 5,3 Milliarden US-Dollar ab, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich stand im Schlussquartal ein Verlust von 253 Millionen nach einem Gewinn von 683 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Eine schwache Nachfrage und Währungsturbulenzen in Schwellenländern belasteten insbesondere das Agrochemiegeschäft.

Bei dem geplanten Mega-Merger sieht sich der Konzern unterdessen auf Kurs. Mitte Dezember hatten die US-Grosskonzerne DuPont und Dow Chemical ihre Fusionspläne öffentlich gemacht. Mit der neuen Dowdupont soll demnach zunächst der weltgrösste Chemiekonzern noch vor dem alten Spitzenreiter BASF aus Deutschland entstehen. Es ist die grösste Firmenhochzeit in der Geschichte der Branche. Zunächst entsteht ein Gigant mit einer Marktkapitalisierung von rund 130 Milliarden Dollar. Nach dem Zusammengehen soll der Konzern aber in drei einzelne und jeweils börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Fusion Priorität für 2016
Die Fusion sei eine der Prioritäten für das laufende Jahr, hiess es nun. Zudem will der Dupont die Kosten insgesamt um rund eine Milliarde Dollar drücken. So dass für den operativen Gewinn je Aktie im laufenden Jahr ein Wert von 2,95 bis 3,10 Dollar erwartet werde, nach 2,77 Dollar im vergangenen Jahr, hiess es weiter. Mit diesem Wert traf DuPont die Erwartungen am Markt in etwa, bleibt mit der Prognose aber hinter den Erwartungen zurück. (awp/mc/ps)

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