EHEC: Spanien verlangt Schadensersatz für Bauern

Alfredo Pérez Rubalcaba

Spaniens Vize-Regierungschef Alfredo Pérez Rubalcaba.

Madrid – Spanien verlangt Schadensersatz für die Millionenverluste, die spanischen Landwirten infolge der EHEC-Krise entstanden sind. Madrid schliesse auch rechtliche Schritte gegen die Behörden in Hamburg nicht aus, sagte der spanische Vizeregierungschef Alfredo Pérez Rubalcaba am Mittwoch.

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass Spanien nicht der Ausgangspunkt der EHEC-Darminfektionen gewesen sein könne. «Ein Erreger dieser Art war in Spanien noch nie aufgetreten», sagte Rubalcaba dem Radiosender Cadena SER. «Das heisst, es gibt die Bakterie hier in Spanien nicht. Und wenn es sie hier nicht gibt, ist die Krankheit auch nicht von Spanien ausgegangen.»

Erreger zunächst auf Gurken aus Spanien festgestelt
In Hamburg waren in der vorigen Woche zunächst EHEC-Erreger auf Gurken aus Spanien festgestellt worden. Die Gesundheitsbehörden der Hansestadt stellten am Dienstag jedoch klar, dass es sich dabei nicht um die Keime handelte, die die schweren Darminfektionen ausgelöst hatten. Spanische Bauernverbände beziffern die Verluste, die den Landwirten entstanden sind, auf 200 Millionen Euro pro Woche. (awp/mc/ps)

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