Michigan-Konsumklima trübt sich stärker als erwartet ein

Freiheitsstatue New York

Michigan – In den USA hat sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im Juni stärker eingetrübt als erwartet. Der Index sei von 79,3 Punkten im Vormonat auf 74,1 Zähler gefallen, teilte die Universität in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 77,5 Punkte gerechnet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Barometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der Indikator basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Empire-State-Index fällt überraschend deutlich
Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten gefallen. Der Empire-State-Index sei von 17,1 Punkten im Vormonat auf 2,3 Punkte gesunken, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Freitag in New York mit. Volkswirte hatten lediglich mit 12,5 Punkten gerechnet. Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand unter Null deutet einen Rückgang der Aktivität an.

Industrieproduktion fällt im Mai überraschend
Die Industrieproduktion in den USA ist im Mai überraschend gefallen. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 0,1 Prozent gesunken, teilte die US-Notenbank mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat war die Produktion noch um revidierte 1,0 (1,1) Prozent gestiegen. Die Kapazitätsauslastung fiel von 79,2 Prozent auf 79,0 Prozent. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert von 79,2 Prozent gerechnet.

Nettokapitalzuflüsse im April zurückgegangen
Die Nettokapitalabflüsse aus die USA sind im April stark zurückgegangen. Per Saldo flossen aus der weltgrössten Volkswirtschaft 20,5 Milliarden US-Dollar ab, wie das Finanzministerium mitteilte. Im Vormonat hatten die Nettoabflüsse noch bei revidiert 48,6 (49,9) Milliarden Dollar gelegen. Die am Markt besonders beachteten langfristigen Kapitalzuflüsse gingen zurück. Sie fielen von revidiert 36,0 (36,2) Milliarden auf 36,2 Milliarden Dollar. Volkswirte hatte mit einem Zufluss von 45,0 Milliarden Dollar gerechnet. Die USA benötigen einen hohen Zufluss an Kapital, um ihr Defizit in der Leistungsbilanz zu finanzieren.  (awp/mc/pg)

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