Eurozone: Arbeitslosenquote niedriger als erwartet

Griechenland Arbeitslosigkeit
Nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit in Griechenland: Stellenlose vor einem Arbeitsamt in Athen.

Luxemburg – Der Arbeitslosenquote in der Eurozone ist im Mai niedriger als erwartet ausgefallen. Die Quote habe bei 8,4 Prozent verharrt, teilte das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Niedriger war die Quote zuletzt im Dezember 2008. Der Vormonatswert wurde von 8,5 auf 8,4 Prozent revidiert. Volkswirte hatten für den Mai mit 8,5 Prozent gerechnet.

In den vorangegangenen Monaten hatte sich der Arbeitsmarkt immer mehr erholt. Infolge der Eurokrise war die Arbeitslosenquote im Jahr 2013 noch über 12 Prozent gestiegen.

In absoluten Zahlen fiel die Arbeitslosigkeit im Mai im Monatsvergleich um 125’000 auf 13,656 Millionen. Im Jahresvergleich fiel die Arbeitslosenzahl um 1,252 Millionen.

In allen Mitgliedstaaten sank die Arbeitslosenquote im Jahresvergleich. Am deutlichsten waren die Rückgänge in Zypern (von 11,4 auf 8,4 Prozent), Griechenland (von 22,1 auf 20,1 Prozent zwischen März 2017 und März 2018) und Portugal (von 9,2 auf 7,3 Prozent).

Weiterhin hohe Arbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien
Die Unterschiede zwischen den Ländern bleiben jedoch hoch: Eine sehr hohe Arbeitslosigkeit weisen Griechenland (aktuellste Zahlen vom März: 20,1 Prozent) und Spanien (15,8 Prozent) auf. Dagegen steht Deutschland mit einer Quote von 3,4 Prozent derzeit besonders gut da. Allerdings weicht diese Quote wegen einer anderen Berechnungsgrundlage deutlich von dem Wert der Bundesagentur für Arbeit ab. (awp/mc/ps)

Eurostat

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