Eurozone: Sentix-Konjunkturindex trübt sich stärker ein

Europäische Zentralbank EZB

Eurozone: EZB-Sitz in Frankfurt.

Limburg – Die Stimmung von Investoren im Euroraum hat sich im Juni zum dritten Mal in Folge eingetrübt. Der Sentix-Index sei von 10,9 Punkten im Vormonat auf 3,5 Punkte gefallen, teilte das private Institut Sentix am Montag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 9,2 Punkten gerechnet. Damit liegt der Indikator unter dem Niveau von August 2010.

Die Lagebeurteilung verschlechterte sich von 23,75 Punkten im Mai auf nun 18,50 Punkte. Die Erwartungshaltung fiel von minus 1,25 Punkten im Vormonat auf minus 10,50 Punkte deutlich. «Mit dem dritten Rückgang in Folge ist der Zenit in der Konjunktur definitiv druchschritten», schreibt Sentix. Die Belastungsfaktoren seien die Diskussion über die Solvenz einzelner Euro-Staaten und der Höhenflug der Ölpreise. Die neueste Entwicklung ist laut Sentix auch ein globales Problem. «Insbesondere für die USA als auch für Japan zeichnet sich eine rasche Konjunkturabkühlung ab.

Erzeugerpreise steigen im April stärker als erwartet
Im Euroraum sind die Erzeugerpreise im April stärker als erwartet gestiegen. Im Jahresvergleich seien die Erzeugerpreise um 6,7 Prozent geklettert, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit. Experten hatten für März mit einem Rückgang der Rate auf 6,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 6,8 Prozent gelegen. Die Preise im Energiesektor nahmen um 13,3 Prozent zu. Auch im Monatsvergleich blieb der Preisdruck hoch. So stiegen die Erzeugerpreise im April zum Vormonat um 0,9 Prozent, nach 0,8 Prozent im März. Ökonomen hatten erneut mit 0,8 Prozent gerechnet. Die Energiepreise nahmen um 2,0 Prozent zu. Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt. Sie schlagen aber erfahrungsgemäss mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch.  (awp/mc/upd/ps)

Europäische Zentralbank (EZB)

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