Eurozone: Sentix-Konjunkturindikator erholt sich trotz steigender Neuinfektionen

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(Bild: Adobe Stock)

Frankfurt – Die Konjunktureinschätzung von Anlegern im Euroraum hat sich im August vom Corona-Einbruch weiter erholt. Der Sentix-Konjunkturindex stieg zum Vormonat um 4,8 Punkte auf minus 13,4 Zähler, wie das Analysehaus am Montag in Frankfurt bekanntgab. Dies ist der vierte Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Februar. Im April war der Konjunkturindikator wegen der Corona-Krise noch auf minus 42,9 Punkte abgestürzt. Analysten hatten für August nur einen Anstieg auf minus 16,0 Punkte erwartet.

Während die aktuelle Lage erneut besser bewertet wurde, gingen die konjunkturellen Erwartungen leicht zurück. Nach Einschätzung des Sentix-Geschäftsführers Patrick Hussy steht derzeit allerdings die Entwicklung der Lagewerte stärker im Fokus, da sich die Erwartungswerte in den vergangenen Monaten bereits deutlich erholt hatten. Seiner Einschätzung nach gestaltet sich der Prozess der wirtschaftlichen Erholung im gemeinsamen Währungsraum eher zäh.

Allerdings hob Hussy hervor, dass der jüngste Anstieg der Neuinfektionen in der Corona-Krise kaum belastet habe. „Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass eine zweite Corona-Infektionswelle keinen neuen Angstreflex in den Konjunkturindikatoren hinterlässt“, sagte Hussy.

In der Umfrage hat Sentix vom 6. bis 8. Juli insgesamt 1078 Anleger befragt, davon 237 professionelle Investoren. (awp/mc/ps)

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