Evonik soll so schnell wie möglich an die Börse

Klaus Engel

Evonik-CEO Klaus Engel.

München – Der zweite Anlauf des Essener Chemiekonzerns Evonik könnte laut einem Zeitungsbericht früher starten als bislang erwartet. Der Mehrheitseigner RAG-Stiftung werde dem Vernehmen nach an diesem Dienstag die konkrete Vorbereitung des Börsengangs in Auftrag geben, schreibt die «Süddeutsche Zeitung» vom Montag.

Laut Beteiligten werde auf der Sitzung kein Datum für die geplante Erstnotiz (IPO) genannt. Bislang war von Mitte 2012 die Rede. Dem Bericht zufolge wollen die Eigner und das Management von Evonik den Essener Konzern möglichst schnell an die Börse bringen. «Wir suchen einen geeigneten Zeitpunkt. Der ist jetzt gut», zitiert die Zeitung aus dem Kuratorium der RAG-Stiftung. Die gute Konjunktur sowie Kursgewinne anderer Chemieunternehmen werden dabei als Gründe für einen zeitigen IPO genannt.

Evonik könnte neues  Dax -Kandidat werden
Der Börsengang des Unternehmens, das im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 13,3 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 2,6 Milliarden Euro erzielt hat, wäre einer der grössten der vergangenen Jahre. Evonik könnte mit geschätzten zehn Milliarden Euro Unternehmenswert ein neues Schwergewicht und Dax -Kandidat werden. Dass der Chemiekonzern an die Börse gehen wird, steht seit 2007 fest. Damals hatten die Bundesregierung, die Regierung von Nordrhein-Westfalen sowie die Gewerkschaft IGBCE den Ausstieg aus der Kohleförderung beschlossen und die RAG-Stiftung beauftragt, ihren Nicht-Kohle-Teil am Finanzmarkt zu platzieren. Mit den Erlösen sollen die Kosten für die Stilllegung der deutschen Kohlezechen sowie die sogenannten Ewigkeitskosten getragen werden. (awp/mc/ps)

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