Ferrari nimmt Kurs auf Gewinnverdopplung

Sergio Marchionne
Sergio Marchionne, ehemaliger CEO Fiat Chrysler Automobiles und Ferrari.

Maranello – Der italienische Luxusautobauer Ferrari will seinen operativen Gewinn dank der wachsenden Nachfrage nach schnellen Autos mittelfristig verdoppeln. Bis spätestens 2022 werde das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 2 Milliarden Euro klettern, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. Der Autobauer zielt dabei nicht allein auf Sportwagen-Liebhaber, sondern stösst dabei auch in neue Felder vor. So will das Unternehmen bis 2020 einen Stadtgeländewagen (SUV) auf den Markt bringen.

2017 verdiente Ferrari 1,04 Milliarden Euro im operativen Geschäft und damit 18 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Nettogewinn zog auch dank Steuererleichterungen um ein gutes Drittel auf 537 Millionen Euro an. Der Umsatz erhöhte sich um zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Ausgeliefert wurden im Jahresverlauf 8400 Autos und damit 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2018 hat sich Ferrari den Absatz von mindestens 9000 Wagen auf die Fahnen geschrieben. Umsatz und Gewinn sollen weiter steigen.

Auf Erfolgskurs
Ferrari ist seit seinem Börsengang im Oktober 2015 in New York auf Erfolgskurs. In Mailand ist das Unternehmen seit Januar 2016 notiert. An beiden Börsen hat sich der Kurs seitdem in etwa verdoppelt. Die Beteiligungsgesellschaft der Fiat-Dynastie Agnelli, Exor, hält 23,5 Prozent an dem Autobauer. Weitere 10 Prozent gehören Piero Ferrari, dem Sohn des Firmengründers Enzo Ferrari. (awp/mc/ps)

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