Foster’s zeigt SABMiller die kalte Schulter

Graham MacKay

Muss wohl tiefer in die Tasche greifen: SABMiller-CEO Graham MacKay.

London – Der Übernahmekampf um den australischen Brauereikonzern Foster’s Group geht in die nächste Runde. Der Verwaltungsrat habe das Angebot des britischen Konkurrenten SABMiller als zu niedrig abgewiesen, teilte der grösste Brauereikonzern Australiens am Donnerstag mit.

Damit steigt nach Einschätzung von Analysten der Druck auf den weltweit zweitgrössten Brauereikonzern SABMiller, die Milliardenofferte für den Konkurrenten zu erhöhen. Im Schnitt erwarten die Experten eine Erhöhung des Gebotes um sechs Prozent auf 5,20 Australische Dollar.

Zweiter Anlauf
Im zweiten Anlauf hatte sich SABMiller am Mittwoch direkt an die Aktionäre gewandt und rund 4,90 Australische Dollar (3,58 Euro) pro Aktie geboten. Foster’s hatte bereits im Juni ein Angebot der Briten über insgesamt 9,5 Milliarden Australischen Dollar als zu niedrig abgelehnt. SAB muss von mindestens 90 Prozent der Aktienhalter unterstützt werden.

Grösste Akquisition auf Biermarkt seit 2008
SABMiller ist die weltweite Nummer unter zwei nach AB Inbev und bekannt für Biermarken wie Pilsner Urquell oder Miller. Foster’s hat neben dem gleichnamigen Lager auch Carlton Draught, Corona und Stella Artois im Programm. Eine Übernahme von Foster’s wäre die grösste Akquisition auf dem Biermarkt seit 2008. Damals hatte die belgische Inbev-Gruppe den Konkurrenten Anheuser-Busch aus den Vereinigten Staaten geschluckt. (awp/mc/ps)

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