General Electric zahlt Buffett sein Geld zurück

GE-CEO Jeff Immelt.

Fairfield – General Electric fühlt sich drei Jahre nach dem Hochkochen der Finanzkrise stark genug, dem legendären Investor Warren Buffett sein ausgeborgtes Geld zurück zu geben. «Der Auftragseingang im zweiten Quartal und die sprudelnden Gewinne quer durchs ganze Unternehmen ermutigen uns», sagte Konzernchef Jeff Immelt . «Wir sind optimistisch, was unsere Wachstumsperspektiven im zweiten Halbjahr und darüber hinaus angeht.»

Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway war General Electric im Oktober 2008 – nur wenige Tage nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers – mit einer Finanzspritze von 3 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) beiseite gesprungen und hatte dafür im Gegenzug Vorzugsaktien bekommen. Das Schlitzohr Buffett hatte sich dabei eine üppige Verzinsung von 10 Prozent gesichert. Mittlerweile läuft das Geschäft von GE aber wieder rund und der Mischkonzern will seine teuren Schulden loswerden.

Gewinn klettert zweistellig
Im Oktober diesen Jahres sollen die Vorzugaktien eingestampft und Buffett ausgezahlt werden. GE kann sich das leisten, weil alleine im zweiten Quartal der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf unterm Strich 3,7 Milliarden Dollar gestiegen ist – die 75 Millionen Dollar Zinsen, die GE jedes Vierteljahr an Buffett überweisen muss, sind da schon abgezogen. Der Konzernumsatz sank durch die mehrheitliche Trennung von der Fernsehtochter NBC Universal allerdings um 4 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar.

Gradmesser für gesamte US-Wirtschaft
General Electric gilt angesichts seiner breiten Angebotspalette als Gradmesser für die gesamte US-Wirtschaft. In Deutschland ist GE vor allem mit einer Windanlagen-Fertigung und einer starken Forschung vertreten. Der deutsche Rivale Siemens veröffentlicht seine Quartalszahlen am kommenden Donnerstag (28. Juli). (awp/mc/upd/ps)

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