Ifo-Geschäftsklima steigt zum dritten Mal in Folge

Weltwirtschaft Entwicklung

München – Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar zum dritten Mal hintereinander aufgehellt. Das ifo-Geschäftsklima stieg von korrigiert 107,3 (107,2) Punkten im Vormonat auf 108,3 Punkte, wie das ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem geringeren Anstieg auf 107,7 Punkte gerechnet. Die Erwartungshaltung hellte sich deutlich auf, während die Lagebeurteilung leicht zurückging.

Normalerweise gelten drei Verbesserungen beziehungsweise Verschlechterungen des Geschäftsklimas als Hinweis auf einen Wendepunkt in der Konjunktur. Angesichts des aktuell unsicheren Umfelds warnen Ökonomen aber vor einer derartigen Auslegung. Wegen der Schuldenkrise rechnen nicht wenige Experten damit, dass Deutschland in eine leichte Rezession abgleiten könnte. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts ist die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2011 bereits um 0,25 Prozent gesunken.

Mit Elan ins neue Jahr
Der ifo-Erwartungsindex stieg deutlich von revidiert 98,6 (98,4) Punkten im Vormonat auf 100,9 Zähler. Die Lagekomponente verschlechterte sich hingegen von 116,7 Punkten auf 116,3 Zähler. «Die deutsche Wirtschaft startet mit Elan ins neue Jahr», kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Umfragewerte .

Das ifo-Geschäftsklima ist das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage bei rund 7.000 Unternehmen. (awp/mc/pg)

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