Inflation in den USA steigt auf Fünfjahreshoch

US-Konjunktur
(Foto: Jiri Hera - Fotolia.com)

Washington – Der Preisauftrieb in den USA nimmt weiter zu. Wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit März 2012. Im Januar hatte die Inflationsrate 2,5 Prozent betragen.

Bankvolkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet. Treiber waren neben höheren Energiepreisen auch andere Bereiche, etwa steigende Preise für Medikamente. Im Monatsvergleich erhöhte sich das gesamte Preisniveau um 0,1 Prozent. Erwartet wurde eine Stagnation. Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, ging im Februar dagegen leicht zurück. Die Jahresrate fiel von 2,3 auf 2,2 Prozent. Im Monatsvergleich stieg der Kernindex um 0,2 Prozent. Auch hier wurden die Erwartungen getroffen. Die Kerninflation spielt in der Geldpolitik eine grosse Rolle, weil sie den grundlegenden Preistrend beschreibt.

Die US-Notenbank Fed strebt eine Gesamtinflationsrate von zwei Prozent an, verwendet als Richtschnur aber einen anderen Preisindex. Anstatt des allgemeinen Verbraucherpreisindexes (CPI) konzentriert sie sich auf einen Preisindex, der sich nach den Konsumausgaben bemisst (PCE). Dieser liegt seit längerem tiefer als der CPI.

Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe, schreibt in seinem Kommentar, Janet Yellen könneheute Abend bedenkenlos den Leitzins anheben. Die Inflationsrate für den Februar untermauere die Notwendigkeit einer geldpolitischen Straffung. (awp/mc/pg)

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