Wirtschaft in der Eurozone stagniert im zweiten Quartal

Eurozone
(Bild: Europa-Parlament)

Luxemburg – Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal auf der Stelle getreten. Das Europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg bestätigte am Freitag eine erste Schätzung von Mitte August.  Im zweiten Quartal 2014 blieb das saisonbereinigte BIP gegenüber dem Vorquartal im Euroraum1 (ER18) stabil  und stieg in der EU281 um 0,2%, laut zweiter Schätzung  von Eurostat, dem statistischen Amt der  Europäischen Union. Im ersten Quartal 2014 war das BIP im Euroraum um 0,2% und in der EU28 um 0,3% gestiegen.  Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres wuchs das saisonbereinigte BIP im zweiten Quartal 2014  im Euroraum um 0,7% und in der EU28 um 1,2% zu, nach +1,0% bzw. +1,4% im Vorquartal.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten für das zweite Quartal 2014 vorliegen, verzeichneten Malta (+1,3%), Lettland (+1,0%), Litauen, Ungarn und das Vereinigte Königreich (je +0,8%) das höchste Wachstum im Vergleich zum Vorquartal. Rumänien (-1,0%), Dänemark und Zypern (je -0,3%) sowie Deutschland und Italien (je -0,2%) meldeten Rückgänge.

Konsumausgaben höher – Anlageinvestitionen tiefer
Im zweiten Quartal 2014 stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte3 im Euroraum um 0,3% und in der EU28 um 0,4% (nach +0,2% bzw. +0,4% im Vorquartal). Die Bruttoanlageinvestitionen verringerten sich im Euroraum um 0,3% und in der EU28 um 0,1% (nach +0,2% bzw. +0,5%). Die Ausfuhren stiegen im Euroraum um 0,5% und in der EU28 um 0,3% (nach +0,1% bzw. +0,5%). Die Einfuhren erhöhten sich im Euroraum um 0,3% und in der EU28 um 0,4% (nach +0,8% bzw. +1,2%). Der Beitrag der Konsumausgaben der privaten Haushalte zum BIP-Wachstum hatte sowohl im Euroraum als auch in der EU28 einen positiven Einfluss (+0,2 Prozentpunkte). Der Beitrag der Bruttoanlageinvestitionen zum BIPWachstum hatte im Euroraum einen negativen Einfluss (-0,1 Pp.) und hatte in der EU28 keinen Einfluss (0,0 Pp.). Der Beitrag des Handelsbilanzsaldos hatte im Euroraum einen positiven Einfluss (+0,1 Pp.) und hatte in der EU28 keinen Einfluss (0,0 Pp.). Der Beitrag der Vorratsveränderungen hatte einen negativen Einfluss (-0,2 Pp. im Euroraum und -0,1 Pp. in der EU28). (eurostat/mc/cs)

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