Intel schraubt wegen Chip-Panne Prognosen zurück

Paul Otellini

Intel-CEO Paul Otellini.

Santa Clara – Der weltgrösste Chiphersteller Intel hat seine Umsatz-Erwartungen sowohl für das Jahr 2010 als auch das erste Quartal 2011 reduziert. Grund dafür ist ein Konstruktionsfehler bei einem Chip. Der Chip mit dem Namen 6 Serie werde nicht mehr ausgeliefert und der Fehler derzeit behoben, teilte das Unternehmen mit.

Die Gesamtkosten für die Panne schätzt Intel auf rund 700 Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2010, als die Chips geliefert wurden, werde die Bruttomarge nicht mehr bei den gemeldeten 67,5 Prozent liegen, sondern etwa vier Prozentpunkte darunter. Im ersten Quartal 2011 verringert die Panne die Marge um drei Prozentpunkte. Bei 63 Prozent sieht Intel die Bruttomarge für das laufende Jahr, verglichen mit der bisherigen Prognose von 65 Prozent.

Überarbeiteter Chip ab Ende Februar
Ab Ende Februar soll der überarbeitete Chip ausgeliefert werden. Kurz nach der Veröffentlichung der Nachricht verlor die Intel-Aktie an der New Yorker Börse am Morgen (Ortszeit) rund 1,58 Prozent. Analysten schätzten die Auswirkungen der Chip-Panne jedoch als nicht allzu gravierend ein und erwarteten keine anhaltend massiven Kursrückgänge. (awp/mc/ps/25)

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