IPO: Jimmy Choo geht am unteren Ende der Preisspanne an die Börse

Jimmy Choo

Jimmy Choo Visual in der «Vogue».

London – Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann muss beim Londoner Börsengang des Luxusschuh-Anbieters Jimmy Choo Tribut für die jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten zahlen. Ihre Investmentgesellschaft JAB wurde die angebotenen 25,9 Prozent der Aktien an Jimmy Choo zu einem Preis von lediglich 140 Pence pro Stück los, wie sie am Freitag mitteilte. Das ist das untere Ende der anvisierten Spanne von bis zu 180 Pence. Der Gesamterlös aus dem Börsengang beläuft sich damit auf 141 Millionen Pfund (176,4 Mio Euro). Jimmy Choo wird damit insgesamt mit 546 Millionen Pfund bewertet. Der Handel der neuen Aktien sollte am Freitag beginnen.

JAB hatte Jimmy Choo 2011 für gut 500 Millionen Pfund gekauft. Zuvor hatte die 1996 gegründete Modefirma dreimal den Eigentümer gewechselt. Mit ihren typischerweise hochhackigen Schuhen, die von einigen hundert bis deutlich über 1000 Euro kosten, erwirtschafte Jimmy Choo im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 150 Millionen Pfund. Den unruhigen Zeiten an den Börsen sind in den vergangenen Tagen in London bereits zwei Börsengänge zum Opfer gefallen – so zogen der Hausbauer Miller Homes und die Privatkundenbank Aldermore ihre entsprechenden Pläne zurück. (awp/mc/ps)

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