Italien: Streiks gegen Montis Sparpolitik im öffentlichen Dienst

Streik Italien

Streikende der Gewerkschaft UIL in den Strassen Roms.

Rom – Die italienischen Gewerkschaften setzen ihren Konfrontationskurs gegen die Sparpolitik der Regierung von Mario Monti fort: Am Montag kam es im öffentlichen Dienst landesweit zu Streiks und Demonstrationen, zu denen die Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL aufgerufen hatten. Für acht Stunden sollten Krankenhäuser, öffentliche Dienststellen und Postämter geschlossen bleiben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Die Ärzte wollten einen Notdienst aufrechterhalten. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen hatten angekündigt, sich an diesen Streikmassnahmen zu beteiligen.

Gerechtere Lastenverteilung gefordert
Die Gewerkschaften verlangen eine gerechtere Lastenverteilung in dem drastischen Sparpaket des parteilosen Monti, das bereits die Abgeordnetenkammer passiert hat und über das noch vor Weihnachten im Senat abgestimmt werden soll. Das auf etwa 24 Milliarden Euro geschätzte Paket mit Steuererhöhungen und einer Rentenreform dürfe nicht «auf den Schultern der Arbeitnehmer und Pensionäre abgeladen werden», setzen sich die Gewerkschaften für stärkere Veränderungen in diesem Gesetzesentwurf ein. Sie wollen vor allem, dass Steuerhinterziehung bekämpft und grössere Vermögen zur Finanzierung herangezogen werden. (awp/mc/ps)

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