Japans Exporte sinken stärker als erwartet

Exporte
(Photo by chuttersnap on Unsplash)

Tokio – Die Folgen der Corona-Pandemie haben die japanischen Exporte mit voller Wucht getroffen. Die Ausfuhren seien im März im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent gefallen, teilte das japanische Finanzministerium am Montag in Tokio mit.

Im Februar waren die Exporte lediglich um ein Prozent gefallen. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten zwar mit einem deutlich höheren Minus als zuletzt gerechnet, dabei aber nur einen Rückgang von etwas mehr als neun Prozent auf dem Zettel.

Autoindustrie besonders stark betroffen
Die Ausfuhren in die USA, dem neben China wichtigsten Handelspartner des Landes, gingen um 16,5 Prozent zurück – das ist der stärkste Rückgang seit 2011. Vor allem die Autoindustrie war wegen der Folgen der zahlreichen Corona-Beschränkungen stark betroffen. So gingen die Exporte der Autohersteller in die USA um ein Viertel zurück. Japan hatte bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit schwachen Ausfuhren zu kämpfen.

So sanken die Ausfuhren bereits im vergangenen Jahr wegen des Handelskriegs zwischen China und den Vereinigten Staaten deutlich. Der Rückgang im März war der 16. in Folge – dies ist die längste Serie seit den 80er-Jahren. (awp/mc/pg)

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