Kreise: Astrazeneca prüft Mega-Fusion mit US-Konkurrenten Bristol Myers Squibb

Kreise: Astrazeneca prüft Mega-Fusion mit US-Konkurrenten Bristol Myers Squibb
Bahnt sich im Pharmasektor gerade eine Elefantenhochzeit an?

London – Der Pharmakonzern Astrazeneca hat laut Insidern eine Übernahme des US-Rivalen Bristol Myers Squibb (BMS) geprüft. Die Unternehmen hätten Gespräche in einem frühen Stadium über einen Zusammenschluss geführt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Mit einer solchen Übernahme würde Astrazeneca zu einem der weltgrössten Arzneimittelhersteller werden. Es sei aber unklar, ob die Gespräche noch andauerten und sie zu einer Transaktion führten. Ein Sprecher von Astrazeneca habe sich nicht äussern wollen, hiess es weiter. Und Bristol Myers Squibb sei für eine Stellungnahme zu den Gesprächen nicht erreichbar gewesen. Zuvor hatte die «Financial Times» darüber berichtet.

Astrazeneca hat derzeit einen Marktwert von etwa 195,9 Milliarden britischen Pfund (229 Mrd Euro). Bristol Myers Squibb weist eine Marktkapitalisierung von 133,4 Milliarden US-Dollar (115,7 Mrd Euro) auf.

Der US-Pharmakonzern Bristol verliert den Patentschutz für einige seiner wichtigsten Produkte. Dazu zählen das Blutverdünnungsmittel Eliquis und das Krebsmedikament Opdivo. Zusammen tragen sie etwa die Hälfte zum Umsatz von Bristol bei. In der vergangenen Woche wies Bristol einen Quartalsumsatz von 13 Milliarden Dollar aus, den höchsten aller Zeiten. Das Wachstum wurde vor allem durch neuere Produkte wie das Blutkrebsmedikament Breyanzi, Opdualag gegen Hautkrebs und das Herzmedikament Camzyos angetrieben.

Derweil hat sich Astrazeneca unter der Führung von dem seit 2012 amtierenden Konzernchef Pascal Soriot zu einem führenden Anbieter von Krebsarzneien mit einer Reihe von Blockbuster-Medikamenten entwickelt. Nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender musste Soriot im Jahr 2014 einen Übernahmeversuch vom US-Konkurrenten Pfizer abwehren. Die britische Regierung hatte eingegriffen, da sie den Verlust eines wichtigen britischen Unternehmens befürchtete. Astrazeneca ist das zweitgrösste Unternehmen an der Londoner Börse. (awp/mc/ps)

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