LM Group mit etwas geringerem Verlust als vorangekündigt

Fabio Cannavale
Fabio Cannavale, CEO und Gründer der LM Holding. (Foto: LM Group)

Amsterdam – Der Online-Reiseanbieter LM Group hat auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie einen Verlust erlitten, allerdings einen geringeren als vorangekündigt. Gleichzeitig nahm der Umsatz 2021 bereits wieder merklich zu und die Profitabilität lag klar höher als im Vorjahr. Für 2022 ist die Gruppe trotz des Ukraine-Kriegs optimistisch.

Konkret resultierte 2021 ein Verlust von 9,6 Millionen Euro, wie dem am Mittwochabend publizierten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Somit wurde das Jahr 2021 unter dem Strich etwas besser abgeschlossen als vom Unternehmen in Aussicht gestellt. Im Februar war das Management noch von einem Fehlbetrag von 14,2 Millionen ausgegangen. So oder so ist der Verlust deutlich geringer als im Vorjahr, als ein sattes Minus von 59 Millionen resultiert hatte.

Andere wichtige Kennzahlen wurden bestätigt. So stieg der Umsatz 2021 um rund 10 Prozent auf 150,1 Millionen Euro. Zum Vorkrisenniveau besteht damit aber noch immer eine grosse Lücke – 2019 war der Umsatz mit 341 Millionen mehr als doppelt so hoch gewesen.

Operativ schwarze Zahlen
Seither gelang es dem Online-Reiseanbieter, die Effizienz seiner Buchungsplattform zu verbessern. Die Kostenstruktur wurde angepasst und der Geschäftsmix in Richtung dynamischer Reisepakete verlagert. Diese gelten als margen-stärker als andere Produkte der Gruppe – in den Paketen werden Transport und Unterkunft mit weiteren touristischen Angeboten wie etwa Sightseeing kombiniert.

Somit erzielte die Gruppe mit 19,0 Millionen Franken auch wieder ein positives Betriebsergebnis. Im Vorjahr stand beim bereinigten EBITDA noch ein Minus von 3,4 Millionen zu Buche.

In Sachen Cash sieht sich das Unternehmen mit einer Liquidität von 110 Millionen Euro im übrigen gut aufgestellt.

Sehr geringe Aktivitäten in Russland
Der Blick in die Zukunft ist positiv. Man sei gut positioniert, um das das Reise-Nachholbedürfnis der Menschen zu befriedigen. Das Unternehmen geht von einer dynamischen Erholung im laufenden Jahr aus. Der Privatreisesektor werde auch kaum dauerhafte Covid-Schäden davontragen, so die Überzeugung des Managements.

Vom Ukraine-Krieg werden zudem nur «begrenzte Effekte» erwartet. Die Aktivitäten in Russland und der Ukraine der LM Group seien sehr gering gewesen, heisst es im Geschäftsbericht.

Zum Online-Reiseanbieter zählen neben lastminute.com weitere Marken wie Volagratis, Rumbo, weg.de, Bravofly, Jetcost und Hotelscan. (awp/mc/ps)

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