Marktforscher: PC-Markt geht es wieder besser

Desktop-PC

Egham – Der PC-Markt ist nach den jüngsten Einbrüchen wieder auf Erholungskurs. Die Marktforscher von Gartner rechnen für dieses Jahr nur noch mit einem Absatzrückgang von 2,9 Prozent, bevor die Verkäufe 2015 wieder zulegen. Im vergangenen Jahr waren der Absatz von Notebooks und Desktop-Rechnern um rund zehn Prozent gefallen.

Den Ausschlag für die Erholung geben laut Gartner neue Geräteklassen wie die besonders dünnen Ultramobile-Modelle. Ihre Verkäufe steigen demnach von 21,5 Millionen auf 32,25 Millionen Geräte in diesem Jahr. Für 2015 prognostizierten die Marktforscher am Montag einen Sprung auf 55 Millionen. Das werde zum kommenden Jahr die Einbussen bei klassischen PCs mehr als ausgleichen. Im konventionellen Bereich gebe es vor allem bei den Geschäftskunden in Europa den Trend, dass alte Geräte, die teilweise noch mit XP laufen, nun ersetzt werden.

Zwei von drei verkauften Handys sind Smartphones
Von den in diesem Jahr abgesetzten 1,86 Milliarden Mobiltelefonen dürften rund zwei Drittel Smartphones sein, sagte Gartner-Analystin Annette Zimmermann. Dabei setze sich der Trend zu Wachstum bei günstigen Geräten mit grossen Bildschirmen fort. Die einfachen Handys werden immer mehr verdrängt: Zum Jahr 2018 rechnet Gartner bereits mit einem Smartphone-Anteil von 88 Prozent.

Tablet-Verkäufe weiterhin markant am Steigen
Bei Tablets rechnet Gartner mit einem Absatzplus von knapp 24 Prozent auf 256 Millionen Geräte. Das wäre ein langsameres Wachstum als in den vergangenen Jahren. Es gebe eine starke Nachfrage vor allem nach günstigen Modellen in Wachstumsmärkten, sagte Zimmermann. Zugleich kehrten Verbraucher ganz billigen Geräten wegen Qualitätsproblemen den Rücken. Smartphones mit sehr grossen Bildschirmen graben Tablets nach Erkenntnissen von Gartner höchstens in Asien das Wasser ab. Die Marktforscher rechnen damit, dass der Absatz der Tablet-Computer im kommenden Jahr erstmals die PC-Verkäufe überholt. (awp/mc/ps)

 

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