McDonald’s serviert Heinz-Ketchup ab

H.J. Heinz

Oak Brook / München – McDonald’s-Liebhaber in einigen Ländern müssen sich auf einen neuen Geschmack einstellen: Die Fast-Food-Kette will künftig keinen Ketchup mehr von dem legendären US-Hersteller H.J. Heinz beziehen. Hintergrund ist, dass der neue Heinz-Chef vom Erzrivalen Burger King stammt.

Die «Pittsburgh Gazette», die Lokalzeitung am Heinz-Stammsitz, hatte zuerst über den Verlust des Grossauftrags berichtet. In den USA beispielsweise werde Heinz-Ketchup nur noch in den McDonald’s-Restaurants in Pittsburgh und Minneapolis serviert, merkte das Blatt zugleich an. Damit dürften sich die Auswirkungen auf Heinz in Grenzen halten: McDonald’s kam zur Jahresmitte auf mehr als 34 700 Restaurants in 119 Ländern. Fast die Hälfte aller Läden liegt dabei in den USA. Heinz selbst äusserte sich nicht.

Heinz-Ketchup war zur Jahresmitte von US-Investorenlegende Warren Buffett und dem Finanzinvestor 3G Capital geschluckt worden. Danach hatten die neuen Besitzer die Firmenspitze ausgetauscht. Neuer Chef wurde Bernardo Hess, der zuvor Burger King geführt hatte. Der McDonald’s-Rivale ist ebenfalls eine Beteiligung von 3G Capital.

Burger King verdient besser dank Umbau
Derweil rechnet sich für Burger King die Übergabe fast aller eigenen Filialen an Franchise-Nehmer. Der McDonald’s-Erzrivale konnte dadurch seine Kosten senken und den Gewinn im dritten Quartal steigern. Unterm Strich verdiente die Fast-Food-Kette mit 68,2 Millionen Dollar (49,4 Mio Euro) mehr als zehn Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Wegen der Neuaufstellung schrumpfte der weltweite Umsatz um 40 Prozent auf 275 Millionen Dollar. Statt der gesamten Einnahmen für einen Standort verbucht Burger King jetzt im Wesentlichen noch die Lizenzgebühren. Umgekehrt fallen für den Whopper-Brater die Betriebskosten weg. Das erwies sich als vorteilhaft, weil die Verkäufe in den bestehenden Filialen zuletzt kaum mehr zugelegt hatten. (awp/mc/ps)

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