Merck KGaA zieht EU-Zulassungsantrag für MS-Medikament zurück

Karl-Ludwig Kley

Merck KGaA-CEO Karl-Ludwig Kley.

Darmstadt – Der Pharmakonzern Merck KGaA hat seinen Antrag auf die Zulassung seines MS-Medikaments Cladribin/Movectro in der Europäischen Union zurückgezogen. Die zuständige EU-Behörde CHMP hatte das Medikament bereits erstmals im September abgelehnt, nach dem Einspruch von Merck wurde die Ablehnung im Januar bestätigt. Der jetzige Rückzug sei daher nur eine Formalie gewesen, sagte ein Merck-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage.

«Das bedeutet aber nicht, dass es mit Cladribin nicht weitergehen kann,» sagte der Merck-Sprecher weiter. Es gebe weiterhin Studien zu dem Medikament, und es könne auch noch ein weiteres Mal eine Zulassung beantragt werden. Ende des Monats steht die Entscheidung der US-Behörde FDA für Zulassung des Medikamentes in den USA an. Der Sprecher betonte, das Medikament sei schon in anderen Ländern wie Russland und Australien zugelassen. (awp/mc/ss)

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