Millionenbusse gegen Kraft, Unilever und Oetker

Irene Rosenfeld

Kraft-CEO Irene Rosenfeld.

Bonn – Das Bundeskartellamt hat gegen drei grosse Konsumgüterhersteller Bussgelder von insgesamt 38 Millionen Euro verhängt. Die Firmen Kraft Foods Deutschland, Unilever Deutschland und Dr. August Oetker hätten über Jahre Informationen über geplante Preiserhöhungen und den Verlauf von Verhandlungen mit grossen Einzelhändlern ausgetauscht. Ein solcher Informationsaustausch sei aus kartellrechtlicher Sicht unzulässig, teilte die Behörde am Donnerstag in Bonn mit.

Bei den Gesprächen hätten die Hauptwettbewerber in den Bereichen Süsswaren, Speiseeis, Trockenfertiggerichte, Tiefkühlpizza, Tiernahrung und Waschmittel an einem Tisch gesessen. Gegen die Mars GmbH aus Viersen wurde kein Bussgeld verhängt, da das Unternehmen einen Kronzeugenantrag stellte, der das Ermittlungsverfahren in Gang brachte.

Geldbussen noch nicht rechtskräftig
2008 führte das Bundeskartellamt Durchsuchungen bei den Firmen durch. Die Geldbussen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen sie ist Einspruch beim Oberlandesgericht Düsseldorf möglich. Alle betroffenen Unternehmen erklärten sich allerdings einvernehmlich bereit, das Verfahren zu beenden. Die Wettbewerbsbehörde ermittelt in zwei weiteren Verfahren noch wegen des Verdachts der Absprache über Preiserhöhungen zwischen zwei führenden Herstellern von Süsswaren. (awp/mc/ss)

Kraft Foods Deutschland

Unilever Deutschland

Dr. August Oetker

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