Monsanto-Deal: Bayer will auch Gemüsesaatgut an BASF abgeben

Werner Baumann
Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender Bayer AG. (Foto: Bayer)

Leverkusen – Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer räumt einen weiteren Stolperstein für die geplante Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto aus dem Weg. Es würden exklusive Gespräche über den Verkauf des Geschäfts mit Gemüsesaatgut an BASF geführt, teilte Bayer am Mittwoch in Leverkusen mit. Dass dieser Bereich zur Disposition steht, hatte der Dax-Konzern bereits bei der Vorlage der Zahlen für 2017 erklärt. Mit diesem Schritt hofft Bayer die EU-Kommission zu überzeugen, die Bedenken wegen des Monsanto-Kaufs hat. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Um die Wettbewerbshüter milde zu stimmen, hatte Bayer bereits im Oktober den Verkauf einiger Geschäfte mit Saatgut und Unkrautvernichtungsmitteln an den deutschen Konkurrenten BASF für 5,9 Milliarden Euro angekündigt. Diese Transaktion sowie die Veräusserung des Gemüsesaatgut-Geschäfts stehen unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Übernahme von Monsanto.

Abschluss des Monsanto-Deals weiterhin im Q2 erwartet
Bayer rechnet weiterhin mit einem Abschluss des 62,5 Milliarden US-Dollar schweren transatlantischen Deals im zweiten Quartal. Insgesamt haben mittlerweile mehr als die Hälfte der weltweit rund 30 zuständigen Behörden zugestimmt. Erst kürzlich hatten die brasilianischen Wettbewerbshüter ihren Segen erteilt.

Weitere Genehmigungen – allen voran die der EU und der USA – stehen noch aus. Die EU hat eine Prüffrist bis Anfang April festgesetzt. Auch das US-Justizministerium könnte laut einer Medienmeldung bis Anfang April eine Entscheidung treffen. Die Behörde arbeite bei der Analyse der Transaktion eng mit der Europäischen Kommission zusammen und verfolge einen ähnlichen Zeitplan, berichtete der auf die Rechtsbranche spezialisierte Mediendienst MLex jüngst ohne Nennung einer Quelle. (awp/mc/ps)

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