Netzwerkausrüster Nokia wächst kräftig

Rajeev Suri
Rajeev Suri, abtretender CEO Nokia Networks. (Foto: Nokia Networks)

Rajeev Suri, CEO Nokia Networks. (Foto: Nokia Networks)

Espoo – Der Netzwerkausrüster Nokia wächst kräftiger als gedacht und rechnet im Jahr nun mit einer höheren Profitabilität. Der Umsatz des fortgeführten Geschäfts – also ohne die an Microsoft verkaufte Handysparte – stieg im dritten Quartal im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro, wie das Unternehmen im finnischen Espoo mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 3 Milliarden Euro gerechnet.

Der auf die Aktionäre entfallende Konzerngewinn sprang überraschend stark auf 747 Millionen Euro nach einem Verlust von 91 Millionen Euro vor einem Jahr – dafür war aber vor allem eine Steuergutschrift verantwortlich. Eine Abschreibung auf den Kartendienst Here in Höhe von 1,21 Milliarden Euro hätte Nokia ansonsten tief in die roten Zahlen gerissen.

Zuversichtliches Management
«Das Unternehmen bewegt sich rasch in die richtige Richtung», sagte Konzernchef Rajeev Suri. Die Zuversicht des Managements schlug sich auch in einer höheren Prognose für die bereinigte operative Marge der grössten Sparte mit Netzwerkausrüstung nieder. Bislang peilte das Unternehmen das obere Ende der Spanne von 5 bis 10 Prozent oder leicht darüber an, jetzt rechnen die Finnen mit etwas über 11 Prozent.

Bei dem ehemaligen Weltmarktführer für Handys trugen alle Sparten zum Umsatzwachstum bei – der mit Abstand grösste Bereich mit Netzwerkaustattung, der Kartendienst Here und das Technologiegeschäft. (awp/mc/pg)

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