Beiersdorf wächst dank Nivea und Tesa

Stefan Heidenreich

Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich. (Bild: Beiersdorf)

Hamburg – Der Nivea-Hersteller Beiersdorf nimmt nach Jahren des Umbaus wieder Fahrt auf. Neue Duschgels und Deodorants befeuerten 2013 das Wachstum, ebenso wie eine starke Nachfrage aus der Auto- und Elektronikindustrie nach Klebstoffen der Tochter Tesa. Gebremst wurde der Konzern nur vom starken Euro. So stieg der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen nur um 1,7 Prozent auf 6,14 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte lag das Plus hingegen bei 7,2 Prozent. Erstmals seit 2008 gelang es dem Konzern zudem wieder auf dem hart umkämpften Markt in Westeuropa zu wachsen.

Die Beiersdorf-Aktie gehörte zu den stärksten Gewinnern im Dax und verbuchte zuletzt ein Plus von 1,35 Prozent auf 76,37 Euro. Für gute Stimmung neben den Zahlen sorgte auch die Vertragsverlängerung von Vorstandschef Stefan Heidenreich bis Ende 2019. Der 51-jährige hatte 2012 die Konzernleitung übernommen und den von seinem Vorgänger Thomas Quaas angestossenen Umbau fortgeführt.

Analyst: Grossaktionäre denken langfristig
Von Analystenseite gab es Zustimmung. Die Vertragsverlängerung sei eine gute Nachricht, schreibt Andrew Woods von Bernstein Reserach in einer Studie. Sie zeige auch, dass die Herz-Familie, die die Mehrheit an Beiersdorf besitzt, langfristig denke und offenbar weiterhin an dem Konzern festhalten wolle. Das könne wiederum die Marktteilnehmer enttäuschen, die darauf spekulieren, dass Beiersdorf verkauft werden könnte. Gerüchte in diese Richtung hatte es immer mal wieder gegeben. (awp/mc/upd/ps)

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