OECD: Konjunktur erholt sich

Ángel Gurría

OECD-Generalsekretär Angel Gurría.

Paris – Nach dem Konjunktureinbruch zum Ende des vergangenen Jahres gewinnt das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern nach Einschätzung der OECD wieder leicht an Fahrt. Die USA lassen dabei Europa beim Tempo hinter sich, prognostizierte die von Industrieländern getragene Wirtschaftsorganisation am Donnerstag in Paris. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wächst demnach im ersten Quartal 2012 nur leicht um 0,1 Prozent, um im zweiten Vierteljahr auf 1,5 Prozent zuzulegen.

In den USA wird das Bruttoinlandsprodukt dank anziehender Beschäftigung und des wachsenden Vertrauens der Verbraucher in den ersten beiden Quartalen um 2,9 beziehungsweise 2,8 Prozent zulegen, wie die OECD-Volkswirte voraussagten. Die französische Wirtschaft dürfte hingegen um 0,2 beziehungsweise 0,9 Prozent schrumpfen. Für die drei grössten europäischen Industrienationen Deutschland, Frankreich und Italien zusammengenommen haben die Ökonomen einen Rückgang von 0,4 Prozent fürs erste und ein Plus von 0,9 Prozent fürs zweite Quartal errechnet. Vor allem in Italien dürfte die Konjunktur mit minus 1,6 beziehungsweise minus 0,1 Prozent weiter schwach bleiben.

«Geringere wirtschaftliche Anspannung» im Euroraum
Die Regierung in Japan kann sich den Prognosen zufolge für die ersten drei Monate über ein Wachstum von 3,4 Prozent freuen, das sich zwischen April und Juni auf 1,4 Prozent abschwächen dürfte. Die OECD betonte bei der Vorstellung des Berichts, vor allem in Deutschland und den USA sei das Risiko extremer negativer Ereignisse mittlerweile abgeschwächt. Für den Euro-Raum sagten die Experten eine «geringere wirtschaftliche Anspannung» voraus. Ein Risiko bleibe jedoch die Entwicklung der Ölpreise, warnte die OECD. (awp/mc/ps)

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