Online-Geschäft treibt Zara-Mutter Inditex zum Jahresauftakt an

Online-Geschäft treibt Zara-Mutter Inditex zum Jahresauftakt an
Zara-Filiale in Brüssel. (Foto: Inditex)

Arteixo – Der zunehmende Vorstoss in das Internet hat sich für den spanischen Textilkonzern Inditex zum Jahresauftakt ausgezahlt. Die Zara-Mutter konnte ihren Umsatz auf einen neuen Rekordwert ankurbeln, und auch der Gewinn zog deutlich an. An der Madrider Börse legte die Inditex-Aktie zeitweise am Morgen um knapp eineinhalb Prozent zu.

Der Umsatz kletterte im vom Anfang Februar bis Ende April laufenden ersten Geschäftsquartal auf rund sechs Milliarden Euro. Das waren knapp fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor – und laut Unternehmen ein neuer Rekordwert. Gerechnet in lokalen Währungen betrug das Plus ebenfalls fünf Prozent.

Schlechtes Wetter bremst Nachfrage in der zweiten Quartalshälfte
Dennoch konnte Inditex damit die Erwartungen der Analysten an den Umsatz nicht erfüllen, denn das schlechte Wetter hatte laut Unternehmen die Nachfrage in der zweiten Quartalshälfte gebremst. Mit der Wetterbesserung kamen in den Folgewochen die Kunden aber wieder zurück: In der Zeit vom 1. Mai bis 7. Juni belebte sich das Umsatzwachstum, die Erlöse kletterten gerechnet in lokalen Währungen nunmehr um 9,5 Prozent. Das Inditex-Management hält nunmehr an seiner Jahresprognose fest und peilt unverändert ein Plus auf vergleichbarer Fläche von 4 bis 6 Prozent an. Analysten hatten bisher befürchtet, dass die Ziele zu ambitioniert sein könnten.

Kosten im Griff
Ergebnisseitig profitierte Inditex im ersten Quartal davon, dass das Management die Kosten weiterhin streng im Griff hat. So hatte sich das Unternehmen zuletzt etwa aus den Rabattschlachten der Branche herausgehalten. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um rund 15 Prozent auf 980 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 734 Millionen Euro und damit 10 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Zahlreiche neue Online-Stores
Inditex treibt unterdessen seine Digitalisierung weiter voran. Die Spanier, die wie der schwedische Wettbewerber H&M zuletzt unter dem starken Wettbewerbsdruck in der Branche litten, haben in diesem Jahr bereits zahlreiche neue Online-Stores eröffnet. So ist etwa die Marke Zara nun in neun weiteren Ländern mit einem Internet-Portal vertreten, darunter Brasilien, Saudi Arabien, Indonesien und Israel. Im Herbst und Winter sollen nochmals neun Länder folgen.

Die Digitalstrategie des Unternehmens wird künftig vom designierten Konzernchef Carlos Crespo verantwortet. Der Manager soll auf der Hauptversammlung am 19. Juli bestellt werden. Pablo Isla, der aktuell die Doppelfunktion als Executive Charmain und CEO beim Unternehmen innehat, gibt damit einige Funktionen an Crespo ab. (awp/mc/pg)

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