Orange beendet Gespräche mit Bouygues über Telekomsparte

Stéphane Richard

Stéphane Richard, CEO Orange. (Foto: Antonin Bourgeaud (Havas) pour Orange)

Paris – Der französische Telekomanbieter Orange hat die Gespräche mit dem Mischkonzern Bouygues über dessen Telekomsparte beendet. Nach intensiven Diskussionen habe der Verwaltungsrat einstimmig entschieden, dass eine Vereinbarung über den Kauf des Geschäfts nicht erreicht worden sei, teilte Orange am Freitagabend mit. Ursprünglich hatte sich das Unternehmen bis Sonntag für eine Beurteilung Zeit lassen wollen.

Bei Anlegern kamen die Neuigkeiten nicht gut an. Während der Kurs der Bouygues-Aktie im nachbörslichen Geschäft bei Lang & Schwarz um neun Prozent einbrach, verlor Orange vier Prozent.

Umkämpfter Markt
Frankreich hat mit Orange, Numericable-SFR, Bouygues Telecom und Iliad vier Netzbetreiber, die um die Kunden wetteifern. Bouygues Telecom ist der drittgrösste Mobilfunker. Vor allem im Mobilfunk ist nach dem Markteintritt des Iliad-Konzerns mit seinem Billiganbieter Free in Frankreich ein Preiskampf ausgebrochen. Seit Anfang Januar befindet sich der Mischkonzern Bouygues offiziell in Verkaufsgesprächen mit dem Branchenprimus Orange. Zuvor kursierten wochenlang Gerüchte darüber. (awp/mc/ps)

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