Peugeot Citroen (PSA) setzt sich vor Opel-Übernahme höhere Ziele

Carlos Tavares
PSA-Konzernchef Carlos Tavares. (Foto: PSA Peugeot Citroen)

Paris – Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen setzt sich vor einer möglichen Opel-Übernahme höhere Gewinnziele. Im Schnitt der Jahre 2016 bis 2018 soll die bereinigte operative Gewinnmarge im Autogeschäft nun 4,5 Prozent erreichen, wie der VW-Konkurrent am Donnerstag in Paris mitteilte. Bisher lag die Zielmarke bei 4 Prozent. «Die Ergebnisse sind das Resultat unserer Effizienzverbesserungen im Konzern», sagte PSA-Chef Carlos Tavares.

Grund zum Optimismus sah der Manager in der Gewinnentwicklung des vergangenen Jahres. Trotz eines wechselkursbedingten Umsatzrückgangs um 1,2 Prozent auf 54 Milliarden Euro kletterte das bereinigte operative Ergebnis im Konzern um 18 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro. Der für die PSA-Aktionäre unterm Strich verbleibende Gewinn stieg 1,73 Milliarden Euro gar fast auf das Doppelte.

PSA-Chef: Opel soll deutsches Unternehmen bleiben
PSA-Konzernchef Carlos Tavares hat versichert, dass Opel im Falle einer Übernahme ein deutsches Unternehmen bleiben soll. «Das ist in unserem Interesse», sagte des Chef der PSA-Gruppe am Donnerstag in Paris bei der Vorlage der Jahreszahlen 2016. Es gebe Kunden, die keine französischen Marken in Betracht zögen, deshalb sei es für PSA mit den Marken Peugeot und Citroën wichtig, eine deutsche Marke wie Opel zu haben.

«Der Deal ist nicht abgeschlossen», sagte Tavares. Er bekräftigte, dass alle bestehenden Abmachungen mit den Opel-Beschäftigten eingehalten werden sollten. «Bei PSA halten wir Vereinbarungen ein.»

Falls die Übernahme zustande komme, müsse der Plan zur Sanierung von Opel vom Opel-Management selbst kommen, nicht von PSA. Tavares sagte, Opel sei in einer vergleichbaren Lage wie PSA vor mehreren Jahren, als das Unternehmen rote Zahlen schrieb und saniert werden musste. Er schloss nicht aus, dass in Zukunft Opel-Autos auch exportiert werden könnten. «Das ist eine Möglichkeit.» (awp/mc/upd/ps)

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