Philips: Robustes Neugeschäft und bessere Marge – Weitere Rückstellung
Amsterdam – Der Medizintechnik-Hersteller Philips hat seine Profitabilität im Tagesgeschäft im dritten Quartal verbessert. Damit schnitt er sogar besser ab als von Analysten erwartet. Dabei profitierten die Niederländer von höheren Umsätzen und einer strikten Kostenkontrolle. So stieg der Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro, wie der Konkurrent von Siemens Healthineers am Dienstag in Amsterdam mitteilte.
Auf vergleichbarer Basis – sprich währungs- und portfoliobereinigt – lag das Plus bei drei Prozent. Zudem verzeichnete Philips ein robustes Neugeschäft mit einem vergleichbaren Wachstum von acht Prozent, getrieben von der Sparte Diagnosis & Treatment. An der Börse könnte dies nach der jüngsten Erholungsrally zu weiteren Gewinnen führen.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und immateriellen Vermögenswerten (Ebita) stieg von 531 auf 569 Millionen Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Damit lag sie deutlich höher, als von Bloomberg befragte Analysten mit 11,9 Prozent erwartet hatten.
Im anhaltenden Rechtsstreit wegen fehlerhafter Geräte zur Behandlung von Schlafapnoe sowie Beatmungsgeräten machte Philips weitere Fortschritte. So traf das Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung mit dem US-Justizministerium im Zusammenhang mit straf- wie zivilrechtlichen Untersuchungen. Dafür legt Philips 288 Millionen Euro zurück, was auf den Nettogewinn drückte.
Dieser fiel von 187 Millionen auf 28 Millionen Euro. Bereits 2024 hatte sich der Konzern in den USA nach einem jahrelangen Streit auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt. An ihrer Jahresprognose halten die Niederländer fest. (awp/mc/ps)