Procter & Gamble nimmt Fahrt auf

Bob McDonald

Procter & Gamble-Chef Bob McDonald unter Druck.

Cincinnati – Der weltgrösste Konsumgüterhersteller Procter & Gamble kommt wieder in Fahrt. Nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Umsätzen, gewann das US-Unternehmen vor allem auf seinem Heimatmarkt wieder Marktanteile hinzu, wie es in Cincinnati mitteilte.

Die Konzernerlöse stiegen von Oktober bis Dezember dank neuer Produkte und Preiserhöhungen um zwei Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar. Den Überschuss konnte der Hersteller von Pampers-Windeln, Gillette-Rasierern und Ariel-Waschmittel sogar mehr als verdoppeln. Die Prognose für das Gesamtjahr hob Procter & Gamble an. Die Aktie des Dow-Schwergewichts kletterte im frühen Handel um 3,56 Prozent und setzte sich an die Index-Spitze.

Gewinn je Aktie um 12 % gesteigert
Im zweiten Geschäftsquartal wies Procter & Gamble unter dem Strich einen Gewinn von 4,06 Milliarden Dollar aus, nach 1,69 Milliarden Dollar im Vorjahr. Neben Kosteneinsparungen trug auch ein Einmalgewinn dazu bei. Bereinigt um Sondereffekte verbesserte sich der Gewinn je Aktie um 12 Prozent auf 1,22 Dollar, was mehr war als Analysten erwartet hatten.

Für das Gesamtjahr (Ende Juni) traut sich der Konzern einen um bis zu sechs Prozent höheren bereinigten Gewinn je Aktie zu als im Vorjahr. Im Laufe des Jahres will Procter & Gamble zudem Aktien im Wert von bis zu sechs Milliarden Dollar über die Börse zurückzukaufen.

Konzernchef McDonald unter Druck
Procter & Gamble-Chef Bob McDonald steht unter besonderem Druck den Konzern wieder in die Spur zu bringen, nachdem sich der als aktivistisch bekannte Investor Bill Ackman eingekauft hat. Ackman hatte dem Management Fehler vorgeworfen und zwischenzeitlich versucht, McDonald an der Spitze ablösen zu lassen.

Kosten sollen bis 2015 um 10 Mrd Dollar gesenkt werden
Schon vor Ackmans Einstieg bei Procter & Gamble hatte McDonald dem Konzern ein hartes Sparprogramm verordnet, nachdem der Konsumgüterhersteller in der Wirtschaftskrise an Schlagkraft verloren hatte. Tausende Arbeitsplätze werden im Zuge des Umbaus wegfallen. Bis 2015 sollen die Kosten um 10 Milliarden Dollar sinken. (awp/mc/pg)

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