Republikaner stellen weiteres Corona-Hilfspaket über 1 Billion Dollar vor

Republikaner stellen weiteres Corona-Hilfspaket über 1 Billion Dollar vor
Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat.

Washington – Die US-Republikaner haben ihren Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket im Umfang von rund einer Billion Dollar vorgestellt. „Das amerikanische Volk braucht mehr Hilfe“, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell. Die Unterstützung müsse aber „sorgfältig zugeschnitten“ sein, während das Land mit einem Fuss in der Pandemie und mit dem anderen Fuss in der Erholung der Wirtschaft stecke.

Der Plan sehe eine weitere Runde an Einmalzahlungen in Höhe von 1200 Dollar für „die meisten“ amerikanischen Erwachsenen vor, sagte Senator Chuck Grassley. Er verteidigte die Absicht, die wöchentliche Arbeitslosenhilfe des Bundes zu kürzen. Die zum Monatsende auslaufende Unterstützung in Höhe von 600 Dollar, die Arbeitssuchende zusätzlich zu der von den Bundesstaaten ausgezahlter Hilfe bekommen, führe dazu, dass die Menschen sich darauf ausruhten, machte Grassley deutlich: „Die Leute werden nicht arbeiten. Und was dieses Land braucht, sind mehr Arbeiter.“ Es solle nun keine Wochenpauschale in Höhe von 600 Dollar mehr geben, sondern Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70 Prozent.

Ein weiterer Konflikt zwischen Repulikanern und Demokraten
Über das neue Hilfspaket gibt es Streit zwischen den Republikanern und Demokraten im US-Kongress. Die Demokraten werfen den Republikanern vor, ein neues Paket verzögert zu haben. Sie plädieren für ein Hilfspaket im Umfang von drei Billionen US-Dollar, das unter anderem eine Fortsetzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar beinhaltet.

Millionen Arbeitslose
Die Corona-Pandemie hat die US-Wirtschaft empfindlich getroffen. Millionen Menschen sind innerhalb kürzester Zeit arbeitslos geworden. Seit mehr als drei Monaten war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zuletzt wieder gestiegen. Mit bereits beschlossenen Konjunkturprogrammen sollten fast drei Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden, was mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. (awp/mc/pg)

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