Rüstungsfusion zwischen EADS und BAE Systems offenbar geplatzt

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Eurofighter (Foto: Airbus)

(Photo: EADS)

Paris – Die geplante Megafusion von EADS und BAE Systems zu einem neuen Luftfahrt- und Rüstungskonzern ist Insidern zufolge geplatzt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kreisen, die in die Gespräche eingebunden sind. Danach konnten sich Frankreich und Grossbritannien nicht über die Modalitäten des Zusammengehens einigen. Die betroffenen Unternehmen bestätigten ein Ende der Fusionsgespräche nicht.

«Wir sind überrascht über die Berichte aus Berlin», sagte ein EADS-Sprecher in München. Erst am Vormittag sei man darüber unterrichtet worden, dass die Gespräche zwischen Grossbritannien und Frankreich über den geplanten Zusammenschluss deutlich Fortschritte gemacht hätten.

EADS-Aktien legen zu
Die Aktien der betroffenen Unternehmen reagierten gegensätzlich auf die Nachrichten. Die EADS-Titel gewannen am Nachmittag an der Pariser Börse kurzzeitig um mehr als zwei Prozent und lagen zuletzt noch mit 0,36 Prozent im Plus. BAE-Papiere verloren in London 0,95 Prozent. «Viele Anleger haben angesichts des geplanten Umtauschverhältnisses EADS-Aktien verkauft und stattdessen BAE Systems gekauft – diese Positionen könnten nun wieder aufgelöst werden», analysierte ein Händler an der Börse die Kursentwicklung.

Zuvor hatte es massive Bedenken in der Politik gegen eine Fusion der beiden Konzerne zum weltgrössten Branchenunternehmen gegeben. Hauptstreitpunkt war der staatliche Einfluss, den sich Deutschland und Frankreich sichern wollten.

Beratungen am Nachmittag
Ein EADS-Sprecher sagte, beide Unternehmen würden im Laufe des Nachmittags die Lage beraten und dann gemeinsam eine Entscheidung über mögliche weitere Schritte treffen. (awp/mc/pg)

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