Swiss Steel macht im zweiten Quartal deutlich mehr Gewinn

Frank Koch
Swiss Steel-CEO Frank Koch. (Foto: Swiss Steel)

Emmenbrücke – Der Stahlhersteller Swiss Steel hat sich im zweiten Quartal weiter vom Einbruch wegen der Coronakrise erholt. Trotz eines geringeren Verkaufsvolumens wegen des Ausfalls eines Werkes gelang eine markante Steigerung des Gewinns.

Gemäss vorläufigen Zahlen legte der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) gegenüber dem Vorjahresquartal um beinahe 48 Prozent auf 96 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Konzerngewinn verbesserte sich gar um mehr als die Hälfte auf 31 Millionen Euro.

«International stabiles Marktumfeld»
Swiss Steel führt die Ergebnisverbesserung auf das «international stabile Marktumfeld» zurück. Dies habe trotz hoher Volatilität und steigender Preise für Energie und Rohstoffe zu einem höheren Gewinn geführt. Die Preiserhöhungen seien «im Wesentlichen» an die Kunden weitergegeben worden. So seien auch die Margen über alle Produkte verbessert worden.

Auch auf das gesamte erste Semester betrachtet zog der bereinigte operative Gewinn um mehr als die Hälfte auf 171 Millionen Euro an, während sich der Reingewinn auf 74 Millionen mehr als verdoppelte.

Absatzmenge tiefer
Die Absatzmenge ging hingegen im zweiten Quartal um etwas mehr als 10 Prozent auf 457 Kilotonnen zurück. Grund dafür war insbesondere der Ausfall des Stahlwerks in Ugine. Die Produktion im ausschliesslich auf RSH-Stahl spezialisierten Werks laufe seit Juni 2022 aber stufenweise wieder an. Angaben zum Umsatz macht das Unternehmen noch nicht.

Gegen Ende des zweiten Quartals sei der Preis für Schrott zurückgegangen. Dies und die geopolitisch instabile Lage liessen kurzfristig leicht rückläufige Margen und eine niedrigere Nachfrage im zweiten Semester erwarten. Die Entwicklung der Preise und Verfügbarkeiten im Energiesektor, insbesondere von Erdgas, seien derzeit noch nicht zu bewerten.

Swiss Steel will anlässlich der Publikation der detaillierten Halbjahresergebnisse am 16. August 2022 den Ausblick für das Gesamtjahr allenfalls anpassen. Zuletzt wurde für das Gesamtjahr ein bereinigter EBITDA im Bereich von 160 bis 200 Millionen Euro in Aussicht gestellt. (awp/mc/pg)

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